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Geht Ihrer selbst gehosteten Anwendung der Speicherplatz aus? Eine praktische Checkliste zur Kapazitätsplanung

Planen Sie den Speicherbedarf anhand Ihrer Anwendung und Ihres Servers – nicht anhand eines pauschalen Schätzwerts. Mit diesem Arbeitsblatt halten Sie vergleichbare Beobachtungen fest, berechnen Veränderungen zwischen ihnen und dokumentieren betriebliche Anforderungen sowie offene Fragen.

Ein Administrator überprüft Speicherbeobachtungen, Veränderungen und offene Fragen zu einer selbst gehosteten Anwendung

Betrachten Sie dies als allgemeines Arbeitsblatt

Es gibt keinen einzelnen Speicherbedarf oder Warnschwellenwert, der für jede Anwendung und jede Hosting-Umgebung passt. Diese Checkliste hilft Ihnen, Beobachtungen und Fragen zu Ihrer eigenen Umgebung zu ordnen. Sie ist eine allgemeine Dokumentationshilfe, keine technische Vorgabe.

Für konkrete Mess-, Backup-, Wiederherstellungs- und Bereinigungsverfahren richten Sie sich nach der passenden Primärdokumentation Ihrer Anwendung und Hosting-Umgebung und stimmen Sie Entscheidungen mit den dafür zuständigen Personen ab.

  • Nutzen Sie eine gemeinsame Tabelle mit diesen Spalten: Datum, gemessener Umfang, Speicherort oder Messbereich, zuständige Person und Notizen.
  • Kennzeichnen Sie Angaben als bestätigt, geschätzt oder offen.
Betrachten Sie dies als allgemeines Arbeitsblatt

Erfassen Sie die Speicherorte, die Sie beobachten möchten

Ermitteln Sie, welche anwendungsbezogenen Daten und Dateien Ihr Team einbeziehen möchte. Je nach Umgebung können dazu eine Datenbank, von Benutzern verwaltete Dateien, Protokolle, temporäre Dateien und Backup-Kopien gehören. Gehen Sie nicht davon aus, dass alles am selben Ort gespeichert ist.

Halten Sie für jede Kategorie fest, worum es sich handelt, wo sie gespeichert ist und wer dafür zuständig ist. Notieren Sie außerdem, ob Ihr Team sie für den normalen Betrieb oder die Wiederherstellung als wichtig betrachtet. Fragen Sie die mit Ihrer Umgebung vertrauten Personen, welche Speicherorte von den vorgesehenen Messungen erfasst werden.

  • Listen Sie die Anwendungsdaten, Kopien und sonstigen Dateien auf, die Ihr Team erfassen möchte.
  • Notieren Sie Speicherort und Zuständigkeit – auch wenn Angaben noch unsicher sind.
  • Halten Sie fest, ob getrennte Speicherorte einzeln oder gemeinsam gemessen werden.
Erfassen Sie die Speicherorte, die Sie beobachten möchten

Halten Sie Beobachtungen fest und berechnen Sie Veränderungen

Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Administrator fest, welche Speicherorte und welcher Messbereich betrachtet werden. Notieren Sie bei jeder Beobachtung Datum und gemessenen Umfang. Verwenden Sie für Vergleiche dieselbe Methode und denselben Messbereich oder halten Sie ausdrücklich fest, was sich geändert hat.

Um die Veränderung zwischen zwei Beobachtungen zusammenzufassen, ziehen Sie den früheren Messwert vom späteren ab. Teilen Sie die Differenz durch den Zeitraum zwischen den Beobachtungen, um die durchschnittliche Veränderung pro Zeitraum zu berechnen. Hat sich der Messbereich geändert, stellen Sie die Werte nicht als direkt vergleichbar dar.

Die Berechnung beschreibt nur die eingetragenen Beobachtungen. Sie belegt nicht, wie sich der Speicherbedarf künftig entwickelt. Vermerken Sie auffällige Zeiträume sowie Änderungen bei Anwendungsnutzung, Datenpraktiken oder Konfiguration; kennzeichnen Sie darauf beruhende Projektionen als Annahmen.

  • Tragen Sie Datum, Messumfang, Speicherort oder Messbereich und relevante Notizen in die gemeinsame Tabelle ein.
  • Berechnen Sie die Differenz nur zwischen Beobachtungen, deren Messbereiche vergleichbar sind, und halten Sie den Zeitraum fest.
  • Notieren Sie Änderungen, die beim Einordnen der Differenz helfen könnten.

Klären Sie betriebliche Anforderungen und Wiederherstellungsfragen

Besprechen Sie mit den zuständigen Personen, ob Vorgänge wie Importe, Updates, Wartungsarbeiten, die Erstellung von Backups oder eine Wiederherstellung den Speicherbedarf Ihrer Umgebung verändern können. Die Antwort hängt von der Anwendung und dem jeweiligen Verfahren ab. Fragen Sie, an welchen Orten die Vorgänge Daten schreiben, ob zusätzliche Kopien entstehen und was anschließend mit temporären Dateien geschieht.

Leiten Sie den Speicherbedarf für ein Backup oder eine Wiederherstellung nicht allein aus dem Umfang der aktiven Daten ab. Bitten Sie die für das Verfahren zuständige Person, den Bedarf zu erläutern und – sofern in Ihrer Umgebung überprüft – die Grundlage dafür zu nennen.

  • Halten Sie fest, welche Vorgänge Ihr Team in der Planung berücksichtigen möchte.
  • Notieren Sie, welche Speicherorte betroffen sein könnten und wer dies bestätigen kann.
  • Kennzeichnen Sie nicht bestätigte Angaben als offene Fragen.

Vereinbaren Sie Warnmeldungen und Maßnahmen bei knappem Speicherplatz

Besprechen Sie mit den für Ihr System zuständigen Personen, ob und wie Warnmeldungen eingerichtet werden sollen. Dabei können die Konfiguration, Ihre Beobachtungen, betriebliche Anforderungen und die Zeit für eine Reaktion eine Rolle spielen. Dieser Artikel empfiehlt keinen allgemeinen Prozentwert oder Schwellenwert.

Klären Sie, wer eine Warnung untersucht und welche Informationen vor einer Änderung erfasst werden sollen. Löschen Sie Dateien nicht allein deshalb, weil sie groß sind: Lassen Sie zuerst ihren Zweck und ihre Bedeutung für den Anwendungsbetrieb oder die Wiederherstellung klären.

Wenn eine Bereinigung oder Erweiterung in Betracht gezogen wird, stimmen Sie das Vorgehen mit der zuständigen Person ab und halten Sie sich an die für Ihre Umgebung geltenden genehmigten Verfahren.

  • Dokumentieren Sie Zuständigkeit und vereinbarte Schritte für eine Warnung.
  • Klären Sie Zweck und Folgen einer Änderung, bevor sie vorgenommen wird.
  • Halten Sie nach einem Vorfall Ursache, Maßnahmen und erforderliche Folgeschritte fest.

Überprüfen Sie Annahmen – auch bei verwaltetem Hosting

Aktualisieren Sie das Arbeitsblatt, wenn sich Anwendungsnutzung, Datenpraktiken oder Betriebsverfahren ändern. Prüfen Sie dann auch, ob Messbereich, Zuständigkeiten und Angaben zur Wiederherstellung noch zutreffen. Unbestätigte Anforderungen bleiben offene Fragen.

Eine verwaltete Bereitstellung kann einem Team einen Teil der Infrastrukturarbeit abnehmen. Entscheidungen zu Daten, Zugriff, Aufbewahrung und Wiederherstellung bleiben dennoch relevant. Airbip bietet eine verwaltete Bereitstellung eines öffentlichen Katalogs mit Anwendungen für Unternehmen, Publishing, Analysen, Zusammenarbeit und KI. Anwendungsinstanzen laufen als Docker-Workloads auf Airbip-Cloudservern. Konfigurierbare tägliche, wöchentliche und monatliche Backups sind verfügbar.

Diese Produktfunktionen klären nicht automatisch anwendungsspezifische Einzelheiten zu Speicherorten, Backup-Umfang, Aufbewahrung, Überwachung oder Wiederherstellung. Bestätigen Sie die für Ihre Anforderungen wichtigen Details. Aktuelle Informationen zu Tarifen und kommerziellen Bedingungen finden Sie direkt auf der Airbip-Website.

  • Überprüfen Sie die Einträge nach wesentlichen Änderungen der Anwendungsnutzung oder Betriebsverfahren.
  • Erkundigen Sie sich, welche Daten und Speicherorte in Backups enthalten sind und wie die Aufbewahrung konfiguriert ist.
  • Klären Sie, welche Zuständigkeiten für Überwachung und Reaktion bei Ihrem Team verbleiben.

Häufige Fragen

Was sollte ich tun, wenn meine Messungen unterschiedliche Speicherorte umfassen?

Halten Sie den Messbereich jeder Beobachtung fest. Vergleichen Sie Werte nur dann direkt, wenn Speicherorte und Messmethoden vergleichbar sind. Andernfalls vermerken Sie den Unterschied und fragen Sie Ihren Administrator, wie die Messungen eingeordnet werden können.

Lässt sich anhand der Veränderung zwischen zwei Messwerten die künftige Speichernutzung vorhersagen?

Die Berechnung fasst die Veränderung im betreffenden Zeitraum zusammen, belegt aber nicht, was als Nächstes passiert. Betrachten Sie jede Projektion als Annahme – insbesondere bei außergewöhnlichen Zeiträumen oder Änderungen der Anwendungsnutzung beziehungsweise Konfiguration.

Was kann ich tun, wenn ich den Speicherbedarf für eine Wiederherstellung nicht bestätigen kann?

Kennzeichnen Sie den Bedarf als offene Frage und bitten Sie die für das Verfahren zuständige Person, ihn zu erläutern und die Grundlage dafür zu nennen, sofern er in Ihrer Umgebung überprüft wurde.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Run scenarios with Capacity Planning — SolarWinds
  2. Docker documentation — Docker
  3. Traefik documentation — Traefik Labs
  4. Let’s Encrypt documentation — Internet Security Research Group